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Unfallstatistik

Nach der Freizeit-Unfallstatistik des "Kuratoriums für Schutz und Sicherheit (siehe 1.Quelle) kam es 2003 in Österreich zu rund 199.000 Sportunfällen (24 % aller Unfälle), wovon 246 tödlich endeten. Skiunfälle ereigneten sich 65.000 mit ca. 15 Unfalltoten (ca. deshalb, weil sich die relevanten Statistiken teilweise überschneiden). Im Straßenverkehr gab es vergleichbar viele Unfälle, aber 60mal mehr Todesopfer (57.800 zu 931). So groß die Zahl dieser jährlichen Skiunfälle auch erscheint, sie steht in günstiger Relation zum Umfang dieses Breitensports. Von Unfällen betroffen werden nur etwa 0,7 Prozent von den vielen Millionen Pisten-Skifahrern in Europa. Gegenüber anderen Sportunfällen ist das Risiko sehr schwerer Verletzungen außerdem ca. 80% geringer, was vermutlich auf die "Bodennähe" des Skisports zurückzuführen ist. Für eine komplette Unfallstatistik des Wintersports müssten allerdings noch die (10-20?) Lawinenunfälle hinzugezählt werden, soweit sie von Tourenskigängern verursacht werden. Von den sportbetreibenden Personengruppen sind besonders verletzungsgefährdet: junge (ev. übermütige) Pistenbenützer, die meistens sogar noch ihr Wintersportgerät hervorragend beherrschen, untrainierte Personen, die den Kraftaufwand der Pistenaktivität unterschätzen und Personen ab dem 45. Lebensjahr (bei denen sich ähnliche Faktoren wie bei (2) stärker auswirken). Die verschiedenen Wintersportarten (Skifahren, Snowboarden, Freestyle, Newschool Skiing & Snowboarding, etc) sind (lt. DSV-Unfallstatistik) im Verhältnis zu der Anzahl der ausübenden Personen NICHT gefährlicher. Die meisten Stürze mit Verletzungsfolgen sind selbstverschuldete Einzelstürze. Kollisionen mit anderen Pistenteilnehmern machen nur einen relativ kleinen Teil der Skiunfälle aus, sind aber teilweise schwerer - besonders wenn Kinder betroffen sind. Untersuchungen ergaben, dass 90% Skifahrer mit Bindungen unterwegs sind, die nicht optimal eingestellt sind, und immerhin jeder zweite Wintersportgast eine Bindung benützt, deren Einstellung außerhalb der Toleranz liegt. Daher kann beim sogenannten "selbstverschuldeten Einzelsturz" durchaus ein Mitverschulden des Skiverkäufers bzw. des Sportgeschäfts bestehen. Die klassischen Skiverletzungen der vergangenen Jahre waren die Kreuz- und Seitenbandrisse im Knie, beim Snowboarder heute hingegen Verletzungen der Arme.

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